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Die Teilprojekte im Einzelnen

Welzheim: Jugendarbeit geht in die Schule

In Kooperation mit dem örtlichen CVJM soll die Einrichtung eines Ganztagesschulbetriebes in einem Schulzentrum unterstützt und die Verknüpfung von außerschulischer Jugendarbeit mit den Handlungsfeldern der Schulseelsorge vorangetrieben werden.

 

Diakonin Nicole Heß berichtet:

Jugendliche aus kirchenfernen Milieus erhalten Anteil am Evangelium als Zuwendung Gottes. Für dieses Ziel gehen wir Schritte auf mehreren Ebenen:

Im Raum der Schule entstehen, vor allem in der Hauptschule, neue Kontakte zu Jugendlichen: im Gitarrenkurs, beim Junior- Schüler- Mentorenprogramm, im Klassenrat oder in Schülerbibelkreisen.

Auch gemeindeübergreifend wächst durch viele Gespräche die Achtsamkeit für diese Jugendlichen, für deren Bedürfnisse und Interessen.

Aber bei manchen ist noch die Unsicher-  heit im Bezug auf die damit verbundenen Veränderungen zu spüren. Der CVJM braucht Zeit und Raum und fachliche Unterstützung in der Aufarbeitung von Fragen und Ängsten und für die Entwick-lung neuer Konzepte.

Bausteine aus dem Projekt

Adventstreff für Kinder (mit MentorInnen im Konfirmandenalter)

- Praxisbaustein

Der Wohnwagentreffpunkt für die Jugend in Welzheim

- Artikel aus dem CVJM-Heft "Hotline"

- Bild des Wohnwagens

Altensteig: Sozialdiakonie und Seelsorge am Krankenbett

Durch die Verbindung von nachgehender Seelsorge und Sozialberatung und im Rahmen eines entsprechenden Qualifizierungsangebotes für Pflegekräfte soll die christliche Profilierung einer Diakoniestation vertieft und eine Verbesserung der Situation von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen erreicht werden.

 

Diakon Gerd Gauß berichtet:

Das christliche Profil der Diakoniestation in Altensteig wird durch regelmäßige Andachten und Fortbildungen zu diakon- ischen Themen gestärkt und die Mit- arbeitenden werden in diesem Rahmen für das Ineinander von Pflege und Spiritualität sensibilisiert.

Während der „2. Altensteiger Diakonie- tage“ wurden der Umgang mit Tod und Sterben und Fragen der Palliativpflege zum öffentlichen Thema. Und durch Berichte über den Aufbau einer ambulan- ten Hospizarbeit wird das öffentliche Be- wusstsein für die Situation in Pflegehaus- halten erweitert.

In speziellen Schulungen werden Ehren- amtliche im Rahmen der Hospizinitiative für die Begleitung von Schwerkranken und deren Angehörigen geschult und überall, wo der Bedarf geäußert wird, geht auch der Diakon zu Seelsorge und Sozialberatung in die Häuser der Menschen, die von der Diakoniestation betreut werden.

Ludwigsburg: Diakonische Gemeinde gestalten

Die Formen geistlichen Lebens im Kontext einer diakonischen Einrichtung werden weiterentwickelt und die Integration der Einrichtungsgemeinde in den örtlichen Kirchebezirk soll intensiviert werden.

 

Diakon Thomas Hofmann berichtet:

Zu Beginn der Projektarbeit wurde ein Konfirmandenprojekt von Menschen aus dem Betreuten Wohnen der Karlshöhe mit der Gemeinde in Grünbühl durchgeführt und im Rahmen der Diakonischen Gemeinde ein Gedenkstein und ein Sammelgrab für die Verstorbenen der verschiedenen Einrichtungen der Karlshöhe eingerichtet. Eine längere Vakanz der Diakonenstelle brachte dann eine Pause in der Projektarbeit mit sich.

Jetzt soll zuerst ein neues Gottesdienst- konzept, das den aktuellen Rahmenbe-dingungen der Stiftung Karlshöhe ent- spricht, entwickelt werden. Diakonische Gemeinde soll sich darin verwirklichen, dass beispielsweise der Gedanke der „Inklusion“ mit aufgenommen wird. Mitarbeitende und Betreute der Karlshöhe und Menschen aus der Friedenskirchen- gemeinde sollen im Rahmen dieser Gottesdienste wirklich miteinander in Kontakt kommen.

Der Vernetzung soll 2011 eine Gemeinde- freizeit gemeinsam mit der Friedens-kirche in Grindelwald / Schweiz dienen. Weitere spannende Aktionen wie ver-schiedene Konfirmandenprojekte stehen noch aus. Es ist also ein spannendes Projekt -- welches sich noch weiter differenzieren und konkretisieren wird.

Tuttlingen: Menschen entdecken - gemeindediakonisch handeln

Rund um den Aufbau eines Sozialkaufhauses gruppieren sich Initiativen diakonischer Ehrenamtlichenarbeit und diakonischer Gemeinde- und Gemeinwesenarbeit, in denen vor allem die Möglichkeiten zur Selbsthilfe bei Betroffenen inhaltlich weiterentwickelt und zahlenmäßig erweitert werden sollen.

 

Diakon Dennis Kramer berichtet:

In einer ersten Projektphase wurde aus einem kleinen Kleiderladen das Diakonie -kaufhaus „Kaufkultur“ mit breiter gefächertem Angebot. Schwerpunkt des Konzeptes ist die Förderung des diakonisch motivierten Engagements von Menschen aus den Tuttlinger Kirchen-  gemeinden. Im Laden arbeiten deshalb Ehrenamtliche, 1 Euro Kräfte und gering-  fügig Beschäftigte. Im ganz normalen Geschäftsalltag ergeben sich immer öfter auch seelsorgerliche Gesprächen mit Mitarbeitenden und Kunden.

Als nächstes ist geplant, dass der Ladenraum auch zum Veranstaltungs-  ort wird: Kirchengemeinden sollen die Möglichkeit haben im Laden sowohl kulturelle als auch spirituelle Veranstal-  tungen durchzuführen und damit Menschen anzusprechen, die den Schritt über die Schwelle der Kirche oder des Gemeindehauses normalerweise nicht gehen.

In Zusammenarbeit mit dem ökumen-  ischen Arbeitskreis „Kirche TUT was“ entstanden außerdem „Orte des Zuhörens“: Ehrenamtliche öffnen ihr Ohr für die Anliegen Hilfesuchender in der Diakonischen Bezirksstelle und in der Stadtkirche.

Esslingen: Diakonische Schulentwicklung

Kirche und christliche Jugendarbeit nehmen Schule als Lebensraum von Schülerinnen und Schülern wahr und gestalten ihn aktiv mit durch Angebote zur Persönlichkeitsstärkung und zum sozialen Lernen.

 

Diakon Michael Proß berichtet:

Sieben Schulen konnten bereits zur Kooperation gewonnen werden. Durch die Ausbildung von älteren Schülerinnen und Schülern zu Jugendbegleitern helfen wir Schulen bei der Gestaltung ihres Ganz-  tagesprogramms. Durch den Kompetenz-Check zur Berufsorientierung entdecken die Kursteilnehmenden ihre Stärken und Fähigkeiten und finden die passenden Berufsfelder.

Das große Intersse und die Wert-  schätzung der Schulen für dieses Projekt drückt sich zum Beispil darin aus, Schülerinnen und Schüler, die freiwillig an einer Jugendbegleiterausbildung teil-  nehmen wollen, acht Schulvormittage vom Unterricht befreit werden.

Da noch weitere Schulen Interesse an einer Kooperation haben, unsere Kapazitäten im Projekt aber leider bereits ausgelastet sind, beschäftigt uns gerade das Thema „Multiplikation der Arbeit“: Wie könnte die örtliche Jugendarbeit die durch das Projekt gewonnenen Ideen selbständig aufnehmen und die Zusam- menarbeit mit den jeweiligen Schulen weiterführen.

Baustein aus dem Projekt

Gemeinschaftsförderung im Religionsunterrricht

- Konzeption Mitgestalten im Religionsunterricht

Reutlingen: Trauerwege gehen in Familien

Familien, in denen ein Familienmitglied verstorben ist, werden seelsorgerlich und beratend begleitet und ein funktionierendes Netzwerk zur Trauerbegleitung für Menschen aller Generationen wird aufgebaut.

 

Diakonin Eva Glonnegger berichtet:

Die Nachfrage nach Begleitung und Unterstützung in Trauersituationen ist sehr groß: Viele Menschen aus dem Umfeld von trauernden Familien melden sich, weil sie dafür Sorge tragen wollen, dass die Kinder in dieser schweren Zeit eine Ansprechpartnerin haben und dass die Eltern entlastet werden. Meistens sind es Freunde, Bekannte oder auch LehrerInnen, ErzieherInnen und Berat-  ungsstellen, die hier eine Vermittlerrolle übernehmen.

Die Familien werden meistens zu Hause besucht. Eltern und Kinder werden auf ihrem tastenden Weg in der Zeit der Trauer begleitet. Dabei geht es genauso um ganz praktische Unterstützung wie um seelsorgerliche Fragen.

Außerdem werden Teams in Schulen, Kindergärten oder Beratungsstellen für den Umgang mit trauernden Menschen geschult. Das „Trauerdiakonat“ arbeitet in einem Netzwerk mit einigen anderen Diensten, die sich Trauenden ebenfalls zuwenden und ihnen Gruppenaktivitäten anbieten, therapeutische Angebote machen und thematische Wochenenden durchführen.

Bausteine aus dem Projekt

Impulse zum Thema Tod und Trauer

- Leben heißt Abschied nehmen (Nachmittag für Menschen mit Behinderung)

- Stichworte für einen guten Trauerweg mit Kindern

- Wir gehen unsern Lebensweg

Stuttgart: Brückenschlag – Milieuübergreifend den Glauben befragen

Dieses Projekt will an unterschiedlichen Orten durch eine Initialveranstaltung zu milieuübergreifender Jugendarbeit einladen und junge Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenswelten mit dem Evangelium erreichen

 

Diakon Tobias Becker berichtet:

Ein knappes Jahr liegt das milieuüber- greifende Jugendevent „TUNEinGAMES“ in Tuningen zurück. Erfreulich ist, dass sich ein monatlicher Treff von unterschied- lichen Jugendlichen dort etabliert hat. Man trifft sich zum Essen, um gemeinsam Zeit zu verbringen und dann gemeinsam in der Bibel zu lesen. Ein Gemeinschafts- und Glaubensexperiment, das in der coolen TiG-Point-Scheune schon fast zu einer kleinen Tradition geworden ist.

Doch nach der Show ist vor der Show. Weiter ging’s in Dettingen an der Erms. Über 300 junge Menschen waren Mitte Oktober 2010 bei den „Go4it-Games“. Auch diesmal standen vier Teams mit Jugendlichen aus verschiedenen Lebens- welten im Mittelpunkt der Spielshow. Monatelang liefen die Vorbereitungen und jetzt ist gerade die Auswertung ange- laufen.

Jedesmal auf’s Neue ist es spannend: Werden die Schulungen und Impulse auch langfristig fruchten? Werden Mit- arbeitenden für interessierte Jugendliche offen sein und bleiben? Wird es Angebote geben, die auf die Bedürfnisse von Jugendlichen zugeschnitten sind, die in das übliche Schema unserer programm- orientierten Jugendarbeit nicht hineinpassen?

Tübingen: Diakonisch wahrnehmen und handeln

Gemeinden werden darin unterstützt, Menschen, die an den Rand der Gesellschaft geraten sind, wahrzunehmen und mit ihnen nach Auswegen aus der Not zu suchen.

 

Diakonin Gudrun Keller-Fahlbusch berichtet:                                         Im Rottenburger Distrikt findet jetzt jährlich eine Vesperkirche statt, zu der ein monatliches Café Vesperkirche ge- hört. Dafür wurde ein Mitarbeiterteam gefunden und beide Veranstaltungen werden von ganz unterschiedlichen Menschen besucht, die das Angenomm- ensein schätzen. Dazu gehört auch eine Sozialdiakonische Sprechstunde als An- laufstelle und Erstkontakt für Menschen in Not.

Diakon Joachim Pfeiffer berichtet:    Im Distrikt Unteres Neckartal sind erste Kontakte zu Hartz IV Empfängern ent- standen, eine Kirchengemeinde bietet Essen und Getränke bei Gemeindefesten und Kaffeenachmittagen jetzt auf Spen- denbasis an. Die Diakonische Gruppe hat jetzt das Thema Armut besser im Blick und die Diakoniebeauftragten werden regelmäßig geschult.

Diakon Fritz Steinhilber berichtet:     Im Distrikt Steinlachtal entstand ein Tafelladen und eine Kleiderkammer, die rege genutzt werden, die Diakonie- beauftragten werden regelmäßig geschult und fast alle Kirchengemeinderats- gremien wurden vom Diakon besucht. Geplant ist jetzt auch noch ein durch alle Kirchengemeinden rollierend angebotener, wöchentlicher Mittagstisch.

Diakon Peter Heilemann berichtet:     Im Distrikt Tübingen findet demnächst die zweite Vesperkirche statt, nachdem die erste sehr gut angenommen wurde. Es gibt auch übers Jahr Anlaufpunkte für Vesperkirchengäste durch ein tägliches Kirchencafe und ein wöchentliches Mit- tagessen in einer Kirchengemeinde. Für die Diakoniebeauftragten des Kirchenbe- zirks ist ein Studientag im Frühjahr ge- plant, der konkrete Hilfen für das Selbst- verständnis des Amtes und die konkreten Aufgaben bieten wird.

Ulm: Herausforderung Demenz

Für Menschen mit demenziellen Erkrankungen und ihre pflegenden Angehörigen werden Räume der Barmherzigkeit eröffnet, in denen sie seelsorgerliche Begleitung und Beratung erfahren.

 

Diakonin Barbara Eberle berichtet:

Die Nachfrage nach Impulsen zum Thema Demenz ist groß und die Resonanz auf die Angebote ist sehr gut. Die Probleme sind eine große sozialdiakonische Herausforderung und setzt eine hohe Fachkompetenz voraus. Die begrenzten Ressourcen im Rahmen des Projektes werden von allen Zielgruppen mehr als vollständig ausgeschöpft:

Angehörige von demenziell erkrankten Menschen klagen: „Manchmal könnt ich nur noch schreien“. Mit dem Gesprächs-  café wurde an verschiedenen Orten ein thematisches Gesprächsangebot ge-  schaffen, in dem Angehörige sich angenommen fühlen.

Menschen mit Demenz sind willkommen in speziellen Gottesdiensten. Dort können Gemeindeglieder und Angehörige wichtige und berührende Erfahrungen machen.

Kirchengemeinden „Und ich weiß nicht was ich mit ihm reden soll“- Die Schulungen bei Besuchsdiensten widmen sich praktischen Impulsen und ethischen Fragestellungen: Was bedeutet würdiger Umgang mit verwirrten Menschen? Wie stütze ich bei Überlastung ohne mich zu überlasten?

Schwenningen: Eine Chance für Kinder

Benachteiligte Kinder und ihre Eltern werden in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld durch professionelle Beratungsangebote, ehrenamtliche Begleitung und sozialraumorientierte Angebote unterstützt und gestärkt.

 

Diakonin Barbara Kuchel-Müller berichtet:

In Schwenningen lebt etwa jedes 11. Kind zwischen 0 und 12 Jahren mit seiner Familie in einer durch Armut geprägten Situation.

Es soll in Schwenningen ein soziales Netzwerk geschaffen werden, zu dem betroffene Familien einen nieder-  schwelligen Zugang finden können.

Deshalb werden in einem Familienpaten-  modell Ehrenamtlich für die Begleitung von Familien in prekären Situationen im Vorfeld geschult und laufend angeleitet.

In Kindergärten wird in Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen niederschwellige Sozial- und Lebensberatung angeboten. Hier geht es oft um eine Lotsenfunktion für die Familien, damit sie sich im Dschungel zwischen rechtlichen Gegebenheiten und Hilfemöglichkeiten zurechtfinden.

Außerdem geht es immer wieder darum, das Thema „Familienarmut“ in die Öffent- lichkeit zu tragen und die Sensibilität von Kirchengemeinden für die Betroffenen zu wecken.

Mühlacker: Gemeinsam können wir mehr

Die gemeindeorientierte diakonische Arbeit im Kirchenbezirk wird mit den Schwerpunkten Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit so intensiviert und neu organisiert, dass für die Menschen Kirche in ihrer Lebenswelt erfahrbar wird.

 

Die Diakone Michael Gutekunst und Peter Feldtkeller berichten:

Wir wollen im Kirchenbezirk Mühlacker mit unserem diakonischen Handeln soziale Not lindern und sinnstiftende Angebote machen. Damit das gelingt brauchen wir vor Ort Menschen, die sich mit begeist-  erten Herzen, offenen Ohren und sehen-  den Augen einbringen.

Dann können wir von unserer Service-  stelle aus Kirchengemeinden bei ihren Anstrengungen unterstützen. Auf diesem Weg entstanden Angebote der Hausauf-  gabenbegleitung durch Ehrenamtliche, Jugendgottesdienste wurden etabliert, Mitarbeitende kooperierten miteinander, Jugendliche und Erwachsene wurden für ihre Aufgaben geschult.

Zum Thema „Ehrenamt wahrnehmen, stärken, würdigen“ wurde ein „Werkzeug- koffer“ mit Ideen zum „Ehrenamts- management“ entwickelt, der sowohl didaktisch-methodische als auch spirituelle Angebote enthält und von allen Kirchengemeinden auf ihre Verhältnisse hin angepasst werden kann.

Alle diese Aktivitäten werden unter- stützt, bekannt gemacht und vernetzt durch verschiedene Medien im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören das Bezirkssjournal und die Homepage des Kirchenbezirkes, Veranstaltungen zu einem diakonischen Jahresthema und eine virtuelle Fundgrube zum Ideenaus- tausch ebenso wie ein Fotowettbewerb und eine Wanderausstellung zum Thema Armut.

Creglingen: Diakonische Schulsozialarbeit in Creglingen

In der Kooperation von Kommune, Kirche und Jugendarbeit wird ein ganzheitlich-diakonisch-seelsorgerlicher Ansatz der Schulsozialarbeit entwickelt.

 

Elsbeth Loest berichtet:

Durch eine sehr lange krankheitsbedingte Vakanz der Projektstelle, muss in Creglingen der diakonische Teil der Schulsozialarbeit fast wieder neu beginnen. Verschiedene Schwerpunkte bestimmen die diakonische Schulsozial- arbeit im Creglinger Schulzentrum:

  • Einzelfallhilfe für Schülerinnen und Schüler
  • Mitarbeit im Bereich des soziales Lernens
  • Präsenz beim offener Pausentreff
  • Angebote in der Ganztagesbetreuung
  • Geistliche Angebote in verschiedenen Formen

In allen diesen Angeboten geht es zu- nächst um die Möglichkeit zur Kontakt- aufnahme und um die Pflege von Bezieh- ungen. Ein guter Kontakt zu den Menschen im Rahmen der ganzen Schul- gemeinschaft ist die wichtigste Voraus- setzung für das Gelingen diakonischer Arbeit in der Schule.

Seelsorge und Beratung gelingen oft am besten in den Zusammenhängen, in denen sie am wenigsten erwartet werden und doch sprechen viele Menschen ihre religiösen Fragen erst dann an, wenn sie auch wissen: Hier ist jemand, der genau dafür ein offenes Ohr hat.

Bernhausen: Netzwerk Schulsozialarbeit - Gemeindejugendarbeit – Schulsozialarbeit

Durch Beziehungsarbeit im Gemeinwesen entstehen diakonisch-missionarische Netzwerke für Schülerinnen und Schülern in ihren verschiedenen Lebensräumen.

 

Diakon Oliver Pum berichtet:

Als Schulsozialarbeiter begegne ich Jugendlichen in der Hauptschule/ Werkrealschule in Filderstadt-Bonlanden. Als Streetworker suche ich sie im Rahmen der aufsuchenden Arbeit im Stadtteil auf. Als Jugendreferent habe ich in der Ev. Kirchengemeinde mit den Konfirmanden zu tun und im CVJM Bonlanden treffe ich auch wieder auf Jugendliche. Diese verschiedenen Begeg- nungsräume nutze ich zusammen mit der Sozialarbeiterin Carolin Klett für das Ziel benachteiligten Jugendlichen und ihren Familien tragfähige Netzwerke im Ge- meinwesen aufzubauen.

Aktuell bemühen wir uns um ein verbillig- tes Mensaessens für alle bedürftigen Jugendlichen sowie um weitere Beihilfen für Schulmaterial und Schullandheim- aufenthalte.

Einzelne Schülerinnen und Schüler der Werkrealschule haben über den neu installierten „FiSch!“-Abend („Freitags immer Schpass“) Kontakt zu Jugendlichen aus CVJM und Kirchengemeinde gefunden und an einer gemeinsamen Wochenend- freizeit teilgenommen.

Viel Raum nimmt auch der Aufbau persönlicher Kontakte zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Hilfs- und Beratungsangebote ein (Psychologische Beratungsstelle, Flexible Erziehungshilfe, Jugend- und Drogenberatung, Jugend- sachbearbeiter der Polizei).

Stuttgart: Kirchliche Dienste auf der Landesmesse

Diakonisch-missionarische Präsenz auf der Messe wird mit Hilfe eines Ehrenamtlichennetzwerkes, durch geistliche und seelsorgerliche Angebote aufgebaut.

 

Diakon Martin Heubach berichtet:

Die Kirchlichen Dienste sind auf der Landesmesse an zentralen Orten präsent: Das „Forum der Kirchen“ auf der Messe ist Veranstaltungsort und Infopoint für Mitarbeitende, Ausstellende, Besucherinnen und Besucher. Zugleich wird es von Müden, Kranken, Menschen mit Behinderungen und stillenden Müttern als Anlaufstelle wahrgenommen. Der „Andachtsraum“ ist ein Rückzugsort, der allen Religionen als Gebetsraum dient und für Angebote christlicher Verkündigung genützt wird.

Die Kirchlichen Dienste kooperieren mit kirchlichen Ausstellern auf themen-bezogenen Messeständen und in anderen Veranstaltungsformen.

Die Angestellten der Messe und die Mitarbeitenden von Vertragspartner und Vertragspartnerinnen erleben im Alltag, dass ihre Arbeitsbedingungen und Lebensrhythmen von der Kirche ernst genommen werden und viele schätzen die Möglichkeit seelsorgerlicher Begleitung im anonymen Messekontext oder in Notfällen wahrzunehmen.

Reutlingen: Gastfreundliche Gemeinde für Familien

Ausgehend von den Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft und von neuen Gemeindezentren, sollen Lebensräume geschaffen werden, in denen Familien Heimat finden, zum Glauben eingeladen werden, Beteiligungsmöglichkeiten und Unterstützung finden.

 

Diakon Achim Wurst berichtet:

Als Neubau-Stadtteil aus den 1950er-Jahren hat Orschel-Hagen heute 6.600 Einwohner. In den Tageseinrichtungen für Kinder ist spürbar, dass in Orschel-Hagen sich einige Familien in schwierigen Lebenslagen vorfinden, andere Probleme mit der Integration oder Unterstützungs- bedarf in Erziehungsfragen haben oder dass Kinder Sprachförderung benötigen. Außerdem ist ein überproportionaler Jugendhilfebedarf feststellbar.

In dem zweigruppigen evangelischen Kindergarten sind nur etwa 13% der Familien evangelisch und ca. 30% sind Muslime. In einer Elternbefragung und in persönlichen Gesprächen hat die Projekt- gruppe näher erhoben, welche Bedürf- nisse für die Familien im Bezug auf Frei- zeitgestaltung und Beratung äußern.

Die Evang. Kirchengemeinde Jubilate hat 2.650 Gemeindeglieder, davon 40% über 65 Jahren. Das große Gemeindezentrum bietet der feiernden und offenen Gemeinde viel Platz und sie bemüht sich aktiv um die nachwachsenden Genera- tionen. Miteinander wird diakonische Gemeinde gestaltet.

Die Projektgruppe aus Kirchengemeinde und Kindergarten überlegt Schritte, wie das Miteinander in der Jubilategemeinde für Familien in unterschiedlichen Lebens- lagen attraktiv und hilfreich werden kann und entwickelt im Geist des Evangeliums und orientiert an den Bedürfnissen der Menschen neue Angebote und Aktivitäten.

Bausteine aus dem Projekt

Gemeindefest mit dem Kindergarten

Interreligiöses Lernen in Kindertagesstätten – ein Tagungsflyer Reutlinger Fachtag

Erfahrungsbericht

Den Übergang vom Kindergarten in die Kinderarbeit der Gemeinde gestalten Informationen und Flyer

Downloadliste der Teilprojekte

Teilprojekte [PDF: 36KB]
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