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Projekt: Sonderausschuss Diakonat

Für den Diakonat in der Württ. Landeskirche soll eine Gesamtkonzeption entwickelt werden. Dazu bedarf es einerseits grundlegender ecclesiologisch - ämtertheologischer und sozialwissenschaftlich- berufssoziologischer Überlegungen zum Mandat des Diakonats und andererseits datenbasierte Erhebungen im Rahmen einer Personalstrukturplanung für alle Berufsgruppen im Diakonat.

Im Projekt "Diakonat - neu gedacht, neu gelebt" wird im Rahmen der 15 Teilprojekte und der begleitenden Evaluation bereits auf eine zukünftige profilierte Aufgabenbeschreibung des Diakonats hingearbeitet. Außerdem werden im Kontext der theologischen und sozialwissenschaftlichen Begleitforschung die entsprechenden Grundlagen und Rahmenbedingungen erforscht.In diesem Projekt arbeiten Herr KR Hödl und Frau Diakonin Eidt vom Evangelischen Oberkirchenrat eng zusammen mit Frau Prof. Dr. Noller und Frau Prof. Dr. Schulz von der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg.

Damit die inhaltlichen Ergebnisse des Projekts landeskirchenweit umgesetzt werden können müssen die dafür notwendigen Strukturen geklärt werden. Mit diesem Auftrag hat die Landessynode den Sonderausschuss Diakonat eingesetzt, der sich am 21. 01. 2010 konstituiert hat. Von den derzeit bestehenden synodalen Ausschüssen haben fast alle Mitglieder in den Sonderausschuss entsandt, da die Entwicklung einer Gesamtkonzeption für den Diakonat in seinen unterschiedlichen Facetten die jeweiligen Aufgaben der verschiedenen Fachausschüsse tangiert.

Für die Zuarbeit für den Sonderausschuss Diakonat hat der Oberkirchenrat eine befristete Projektstelle eingerichtet, die das notwendige Datenmaterial erheben wird. Dazu gehört insbesondere die Erstellung einer Personalstrukturplanung, die sich an den Berufsgruppen orientiert und gleichzeitig eine Differenzierung nach den Anstellungsträgern Kirchengemeinde – Kirchenbezirk – Landeskirche – Fördervereine – Trägervereine vornimmt. Seit dem 1. Oktober 2010 (bis vorläufig 31. Dezember 2012) ist die Stelle besetzt und Frau Diakonin Jaeger hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird im Rahmen der zu erstellenden Konzeption einer Personalstrukturplanung auch die Kirchenbezirke befragen und mit den kirchlichen Verwaltungsstellen Kontakt aufnehmen. Damit soll ermöglicht werden, dass der Sonderauschuss Diakonat aktuelles Zahlenmaterial als Entscheidungsgrundlage erhält und gleichzeitig eine Gesamtkostendarstellung für den Diakonat im Bereich der Württ. Landeskirche entstehen kann. Darüber hinaus soll dieses Zahlenmaterial auch den Kirchenbezirken für eigene Entscheidungsprozesse zur Verfügung gestellt werden, damit auch dort im Rahmen einer Konzeptionsentwicklung im Diakonat die zuständigen Gremien aufgrund des vorhandenen Zahlenmaterials die notwendigen finanziellen Entscheidungen treffen können. In diesem Gesamtprozess aus Praxisentwicklung, der theologischen und sozialwissenschaftlichen Forschungen und der Erhebung von Personal- und Finanzdaten sowie den dazugehörigen synodalen Beratungen sind eine Fülle von Detailfragen zu klären, wenn der Diakonat in Württemberg zukunftsfähig bleiben soll. Dazu gehören auch Fragen der verschiedenen Ausbildungsabschlüsse und der dazugehörigen Ausbildungswege bzw. deren Anerkennungen, anstellungsrechtliche und arbeitsrechtliche Kosequenzen, Personalentwicklung und Weiterbildungsnotwendigkeiten bezogen auf die unterschiedllichen Berufsgruppen im Diakonat sowie Fragen nach den entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten (Diakonenplan, Rolle von unterschiedlichen Anstellungsträgern). Dies alles kann nur dann zielführend sein, wenn es eingebettet ist in die aktuellen Prozesse der Kirchentwicklung und der damit verbundenen gemeinsamen Suche nach einer Vision für eine Kirche, die das Evangelium in Wort und Tat kommuniziert.

Projektende mit dem Abschluss der 14. Evang. Landessynode.

Tageslosung
Der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er tut.
Daniel 9,14
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