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Berufsgruppenspezifische Informationen für Erzieherinnen und Erzieher

Erzieherinnen sind in ihrem Arbeitsalltag einer Vielzahl von Anforderungen ausgesetzt.

Aus Sicht des klassischen Arbeitsschutzes sind im Kindergarten vor allem die Themen Rückenbelastung  und Lärm hervorzuheben, welche sich als Dauerbrenner auch in den Statistiken der Berufsgenossenschaft ganz vorne niederschlagen.

Die Träger sind hier gefordert, die Arbeitsplätze dort, wo möglich erwachsenengerecht zu gestalten, um die Belastungen des Rückens so weit wie möglich zu reduzieren.

Dies Beginnt beim Einbau von Küchen in erwachsenengerechter Höhe, über Wickelplätze, die über eine Aufstigeshilfe für Kinder verfügen, ein aufrechtes Arbeiten ermöglichen und möglichst einen Waschplatz in der selben Arbeitsplatte / -höhe mit integriert haben, bis zu Stühlen, die auch an Kindertischen ein ergonomisch günstiges Sitzen ermöglichen. Viele kleine Puzzelteile führen dann dazu, dass die Belastungen für den Rücken der Erzieherinnen deutlich reduziert werden können.

Beim Thema Lärm sind vor allem die Planer und Gebäudeeigentümer gefragt, da hier in der Regel nur durch bauliche Maßnahmen eine nachhaltige Verbesserung erreicht werden kann. Allgemein anerkannter Standard ist heute die DIN 18041“Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen".

Von Seiten der Unfallkasse Baden Württemberg gibt es eine Broschüre Lärmprävention in Kindertageseinrichtungen, die dieses Thema aufgreift.

Die BGW hat außerdem das Thema Hautschutz im Auge, welches z.B. durch vermehrtes Tragen von Handschuhen bei Wickeln und Erste Hilfe, aber auch bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und Arbeiten in der Küche nicht außer Acht gelassen werden kann.

Für diese Bereiche stellt die BGW die entsprechenden Hautschutzpläne zur Verfügung:

Hautschutzplan für Erzieherinnen

Hautschutzplan für den Bereich Küche 

Hautschutzplan für den Bereich Hauswirtschaft und Reinigung

Der Umgang mit Kindern, Eltern und KollegInnen führt täglich zu neuen Herausforderungen und oft auch zu Belastungssituationen. Die oft schwierige finanzielle Situation, die sehr dünne Personaldecke und die gleichzeitig steigenden Erwartungen und Anforderungen an die Arbeit tun ihr Übriges dazu, dass diese Belastungen größer werden.

Vor allem die Leitungen von Kindergärten sind sehr stark beansprucht, da sie fast immer als Gruppenleitung voll in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern gefordert sind und quasi "nebenher" auch noch die gesamte Organisation und Planung für die Einrichtung erledigen sollen.

Hier sind die Träger gefordert, die MitarbeiterInnen so gut wie möglich zu unterstützen, sich nach außen hin hinter die Arbeit des Kindergartens zu stellen, für eine möglichst transparante Kommunikation zu sorgen und vor allem den Leitungen so weit wie möglich Freiräume für die Erfüllung der Leitungsaufgaben einzuräumen.

Auch das Angebot von Supervision für einzelne MitarbeiterInnen oder für das gesamte Team kann hilfreich sein.

Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit der Landeskirche bieten an, die Gefährdungsbeurteilung für die jeweilige Einrichtung gemeinsam mit Vertretern des KGR und der Kindergartenleitung durchzuführen, bzw. auf den Weg zu bringen (siehe auch Themenbereich Gefährdungsbeurteilung)

Die BGW stellt zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung eine sehr gute Arbeitshilfe zur Verfügung, die Sie hier herunterladen können.

Außerdem bietet die bgw ein interessantes online-tool zur Verfügung, mit dem die Gefährdungsbeurteilung für eine Kindertagesstätte komplett internetbasiert durchgeführt werden kann.

Auch die Unfallkasse Baden Württemberg stellt eine Arbeitshilfe zur Gefährdungsbeurteilung zur Verfügung, die auch auf das Thema Psychische Belastungen eingeht. Diese Broschüre finden Sie hier.

Eine Möglichkeit, das Thema psychische Belastungen anzugehen wird in der Broschüre der DGUV "so geht´s mit Ideentreff" vorgestellt. Dieses Vorgehen wird von den Fachkräten für Arbeitssicherheit empfohlen.

Zum Thema Betreuung von Kindern unter 3 Jahren gibt es von der Landesunfallkasse Baden Württemberg (UK-BW) eine Broschüre mit Tipps und Hinweisen für Planer und Einrichter.

© Evangelische Landeskirche in Württemberg