Referat 8.2

Bauberatung

Die Bauberatung hat die Aufgabe die Kirchengemeinden, die Kirchenbezirke, die landeskirchlichen Einrichtungen und Werke in allen baufachlichen, denkmalpflegerischen und kunsthistorischen Fragen zu beraten und zu begleiten.

Aufgabenbereiche

Die Bauberatung ist themenbezogen organisiert und zuständig für

  • Bauberatung bei Vorhaben der Landeskirche, der landeskirchlichen Werke und Einrichtungen
  • Bauberatung bei Kirchen, Gemeindezentren, Pfarr- und Gemeindehäusern, Kindergärten und sonstigen Gebäuden in kirchlichem Immobilienbesitz
  • Bauberatung bei Maßnahmen an der Technischen Gebäudeausrüstung, bei Energiefragen und Bauphysik (Wärme, Feuchte, Schall, Raumakustik)
  • Beratung und Betreuung bei denkmalpflegerischen Belangen und Kontaktstelle zu den Denkmalbehörden
  • Beratung zu liturgischen Raumkonzepten
  • Beratung bei künstlerischer Ausstattung, Ausstellungen sowie Konservierung und Restaurierung beweglicher und ortsfester Kunstwerke
  • Beratung bei Glocken, Läuteanlagen und Turmuhren
  • Bauberatung bei Orgelfragen (insbesondere bauliche und gestalterische Aspekte)
  • Beratung und Betreuung von Planungs- und Kunstwettbewerben

Leitung des Referats 8.2

Gerald Wiegand

Referatsleitung

Kurzvorstellung

Gerald Wiegand

Architekt und Stadtplaner

geboren 1960

Freiberufliche Tätigkeit bis Juni 2009, seit 1.7.2009 Leiter des Referats Bauberatung

Lehrauftrag Hochschule für Technik, Stuttgart

Aufgabenbereiche der Referatsleitung

Bauberatung bei Gebäuden der Landeskirche und Sonderprojekte

Baufragen im:

  • Evang. Stift Tübingen
  • Evang. Seminar Blaubeuren
  • Evang. Seminar Maulbronn
  • Evang. Müttergenesungswerk
  • Ulmer Münster

Grundsätzliche Fragen der Bauberatung bei:

  • der Aufstellung von Bauprogrammen der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes
  • Honorar- und Bauverträgen, bei Standort- und Bauplatzwahl und der Bauleitplanung

Koordinierung der Bauberatung in Fragen:

  • Energieberatung
  • Glocken und Turmuhren

Gremien:

  • Denkmalrat Baden-Württemberg
  • Münsterbaukomitee Ulm
  • Münstergremium Ulm
  • Kulturrat der Landeskirche
  • Stiftungsrat der Stiftung Kirche und Kunst
  • Beirat im Verein für Kirche und Kunst

Kontakt

Assistenz Referat 8.2 - Bauberatung

Bauen und Gestalten in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

Nach wie vor beträgt der Gebäude- und Immobilienbestand über 6.000 Objekte. Dazu zählen ca. 1530 Kirchen und Kapellen, 1580 Gemeindezentren und Gemeindehäuser, 1040 Kindergärten und 1720 Pfarrhäuser.

Kirchliche Gebäude stehen oft zentral im Ort, markieren dessen Mitte, stellen Gemeinschaft, Leben und Orte der Hilfestellung dar. Deren Erhalt, ihre Instandsetzung und Modernisierung ist nach wie vor prägendes Element kirchlicher Bauvorhaben. Bauen ist aber kein Selbstzweck im Sinne des hauptsächlichen Erhalts vorhandener Gebäude. Immer mehr rückt der strategische Umgang in den Vordergrund. Welche Gebäude sind für das Gemeindeleben notwendig und geeignet? Wo herrscht Entwicklungspotential, wo liegen Grenzen?

Immobilienkonzepte

Nach Zeiten des Wachstums und der Erweiterung nimmt auch in Württemberg die Zahl der Kirchenmitglieder ab. Damit treten Neubauten in den Hintergrund. Sowohl die Landeskirche als auch viele Kirchengemeinden haben die Zeichen erkannt und aktiv die Auseinandersetzung mit ihren Gebäuden begonnen.

Betreut durch den Oberkirchenrat oder unter Mithilfe freier Büros werden die Immobilien in den Blick genommen und Konzepte zum Bestand, Bedarf und zur künftigen Entwicklung erstellt. Daraus muss nicht sofort eine Baumaßnahme, ein Verkauf oder ein Abbruch resultieren.

Wichtig ist, eine Richtung in die Zukunft einzuschlagen, Chancen und Risiken zu prüfen, um langfristig eine nachhaltige Grundlage für das Gemeindeleben schaffen zu können.

Kirchen und Gemeindezentren

Kirchen und Sakralräume bleiben die zentralen und herausragenden Bauten unserer Kirchengemeinden. Zumeist denkmalgeschützt, sind ihr Wert und ihre Aufgabe unbestritten. Baumaßnahmen an Kirchen sind deshalb häufig reine Instandsetzungen im Inneren und Äußeren.

Oft ist aber auch die Anpassung an technische Standards, an neue Gottesdienstformen oder zusätzliche Nutzungen notwendig. Hierbei gilt es, das Altbewährte mit qualitätvoll Neuem zu kombinieren und die Eingriffe trotzdem gering zu halten. Die besonderen und ständig wachsenden finanziellen Herausforderungen werden dabei immer mehr auch durch besondere Stiftungen für die Kirchengebäude unterstützt

Kindergärten, Kindertagesstätten und Gemeindehäuser

Veränderte politische Vorzeichen haben bei den Kindergärten und -tagesstätten eine Vielzahl von Baumaßnahmen ausgelöst. Häufig werden kleinere Einrichtungen zusammengefügt, U3-Hortgruppen für Kleinkinder ergänzt oder ganz neue Standorte erschlossen. Gemeinsam mit den Kommunen entstehen reizvolle Gebäude für die Kleinen unserer Gesellschaft, die so die ersten Schritte im kirchlichen Umfeld gehen können.

Bei den Gemeindehäusern ist vor allem die technische und energetische Sanierung das Thema von Bauprojekten geworden. Bauten, die in den 1960er-Jahren errichtet wurden, kommen nun in die Jahre. Brandschutz, Energieverbrauch, Dächer, Fenster und Hautechnik sind die häufigsten Auslöser der Baumaßnahmen. Ergänzt mit Belangen zur Barrierefreiheit oder anderen gesetzlichen Vorgaben kann dies zu anspruchsvollen Bauaufgaben führen.

Pfarrhäuser

Neben den Kirchengebäuden sind auch die Pfarrhäuser nicht nur Wohnort unserer Pfarrerinnen und Pfarrer, sondern ebenso wichtige Anlaufstellen für die Menschen in den Kirchengemeinden.

Besonderes Augenmerk liegt außer den Vorgaben der Pfarrhausrichtlinien hierbei auf dem Verbessern der energetischen Eigenschaften. Angemessene Wohnverhältnisse und die von der Landeskirche erhöht geförderte Reduzierung unnötiger Energieverbräuche sind meist die Gründe baulicher Veränderungen.

Kunst und Restaurierung

Mit ihrer besonderen Bedeutung und Bestimmung bedürfen Kirchen und Gottesdiensträume angemessener künstlerischer Gestaltung und liturgischer Ausstattung von herausgehobener Qualität.
Nicht nur die Gebäude sind (denkmal)pflegerisch zu betreuen. An zahlreichen Orten enthalten sie wertvolle und bedeutsame Kunstwerke. Für deren Erhalt sind langfristige Wartungskonzepte und - wo nötig - Konservierung und Restaurierung notwendig.

Die Kunstberatung begleitet und fördert Erhaltungsmaßnahmen und künstlerische Projekte in den Gemeinden. Sie tritt dabei kooperativ und abstimmend mit der Denkmalpflege, mit der landeskirchlichen Kunststiftung, dem Verein für Kirche und Kunst und im Dialog mit Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart auf.

Glocken und Turmuhren

Glocken rufen uns zum Gottesdienst und zum Gebet. Sie läuten vor Gottesdiensten, zu bestimmten Zeiten, zu freudigen und traurigen Anlässen, zu Taufen, Trauungen und Beerdigungen. In der württembergischen Landeskirche gibt es rund 5.200 Glocken. Dabei gleicht keine Glocke der anderen.

Die Glockenberatung hilft bei technischen und klanglichen Belangen, bei Fragen zur Wartung und Instandsetzung, zur Lautstärke und bei den Turmuhren.

Seit 2009 sind Glockensachverständige im Nebenamt beauftragt, die die Kirchengemeinden direkt unterstützen.

Bauprojekte sind immer Herausforderungen

Die Architekten und Ingenieure der Bauberatung sind erfahren in den Themen unserer Baumaßnahmen. Ihnen geht es primär darum, gemeinsam mit den Kirchengemeinden und den ggf. nötigen Fachleuten rechtzeitig angemessene Ziele und Konzepte zu entwickeln. Noch vor dem Beiziehen externer Planer können so die wichtigsten Weichen zur Realisierung, zur Finanzierung und zur Genehmigung gestellt werden.

Unsere im Dienstleistungsportal eingestellten Merkblätter und Handreichungen, z.B. zur jährlichen Bauschau, zum strategischen Umgang mit Baukosten oder zu den Denkmal-Fördermitteln sollen darüber hinaus die Kirchenpflegen und die Ehrenamtlichen vor Ort unterstützen. Die Merkblätter entnehmen Sie bitte der nachstehenden Download-Liste bzw. den Downloads in den Sachgebieten.

Unser Dank gilt den Kirchengemeinden und den landeskirchlichen Einrichtungen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ebenso gilt unser Dank den vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen der Kirchengemeinden, den Spendern, Stiftungen und Vereinen, die die Vorhaben nicht nur finanziell unterstützt, sondern sich auch inhaltlich engagieren. Ebenso danken wir für das Engagement der beteiligten Firmen, der Architekten, Restauratoren, Künstler, Fachplaner und Fachbehörden. Ohne deren Mithilfe und die gute Zusammenarbeit wären die Projekte so nicht ausführbar. Das gilt besonders auch für die Denkmalpflege und ihre Förderungen. Deren Mitwirkung und Einsatz macht für viele Kirchengemeinden die Finanzierung der Bauprojekte erst bezwingbar.

Weiterführende Informationen

Beratungsanträge

Die an das Baudezernat gestellten Beratungsanfragen sollen vorzugsweise auf elektronischem Weg eingereicht werden an:

EMail: Bauberatung@elk-wue.de

 

Postalische Anfragen richten Sie bitte an:

Evangelischer Oberkirchenrat
Postfach 10 13 42
70012 Stuttgart

 

Downloads

Fachtagung Brandschutz in kirchlichen Gebäuden am 5. November 2018 in der Ev. Akademie Bad Boll

Downloads

Merkblätter und Handreichungen

Weitere themenbezogene Downloads siehe Sachgebiete 8.2.1 bis 8.2.6.